Nicht erst seit Web 2.0 gibt es eine Menge Entwickler, die mal einfach so zum Spass ein kleines Tool basteln, um es anschliessend der Internet Gemeinde kostenlos zur Verfügung zu stellen. Die Tools haben meist die gleiche Entstehungsgeschichte.
Der Entwickler sucht zunächst für sich selbst, nach einer Lösung wie er die eine oder andere Aufgabe technisch vereinfachen oder automatisieren kann. Und baut sich dann ein oder mehrere Skripte zusammen. Wenn es dann so funktioniert wie er sich das vorstellt, stellt er meist recht schnell fest, dass das sicher auch andere User/Webmster/Entwickler gebrauchen können. Arbeitet noch ein bisschen am Design und kopiert es auf seinen Server. Die Adresse wird anfangs, meist nur unter Bekannten per Email oder im Chat weiter gegeben. Und wenn das Tool seinen Zweck erfüllt findet es recht schnell den Weg in den Mainstream und damit 1000de dankbare Nutzer.
Soweit ist das ganze natürlich eine äusserst erfreuliche Geschichte. Und der Entwickler des Skripts kann dann auch zu recht stolz auf sich sein.
Doch leider gibt es auch eine negative Begleiterscheinung. Nämlich die weitere Pflege des Skripts, die Administration des Servers, sowie der Server selbst, kostet alles Zeit und Geld. Lässt der Webmaster die Pflege des Skripts oder den Support aus zeitlichen Gründen schleifen, schlägt die am Anfang vorherrschende Euphorie der User recht schnell in Missmut um. Kann der Server dem ansteigenden Besucherstrom nicht mehr standhalten müssen neue oder grössere Server her, kostet das Geld. Kann der Webmaster das nicht aufbringen, leidet die Verfügbarkeit, was ebenfalls auf das Gemüt der User schlägt.
Die geläufigste Option, nämlich den Auftritt mit Werbung zupflastern, ist oft nicht so erfolgreich, wie man es zunächst meinen möchte. So oder so verschandelt es aber den zumeist liebevoll gestaltete Auftritt. Die andere Option wäre vielleicht ein Donate-Button, der aber leider meist ungenutzt auf der Website vergammelt. Die dritte bekannte Option, aus dem kostenlosen Service, komplett oder auch nur in Teilen, einen kostenpflichtigen Service zu machen wird - aus den verschiedensten Gründen - oft abgelehnt.
Das Ende ist meistens vorprogrammiert. Der Anfangs noch hochmotivierte Webmaster verliert mit der Zeit die Lust Und so vegitiert das ehemals super Tool nur noch vor sich hin. Selbstredend wird es sich der Webmaster in Zukunft 2x überlegen, ob er sich noch einmal die Mühe macht, ein kostenloses Angebot aufzubauen.
Was also kann man tun, damit die kostenlosen Tools nicht aussterben, und der Entwickler/Webmaster nicht nur mit der Arbeit zurück bleibt? Wie kann man kostenlose Tools/Dienste/Services anbieten und diese, ohne sich mit Werbung zu prostituieren, monetarisieren?
Genau vor diesem Problem stand wohl auch der Entwickler der Web 2.0 Tools Logo Creator, Templatr, Thememaker u.a., und so scheint es mir, hat er auch eine vielversprechende Lösung gefunden.
Unter dem Moto “Sponsor and Win” lädt er zum spenden ein und verlost je nach Höhe der eingegangenen Spenden witzige bzw. wertvolle Sachpreise. Anfangs sind es noch lustige Dinge wie Lutscher, Schnuller oder 1 Brötchen. Die Chance auf das Brötchen dürften allerdings schon vorbei sein, da diese Mindestsumme von 100 Euro schon erreicht ist. Wer noch schnell zulangt, hat vielleicht noch die Chance auf eine Musik CD oder eine Blueray Disc. Die auf jeden Fall gekauft und nicht gebrannt sind.
Nach den Disks wird es noch interessanter. Ab 5.000 Euro Spenden und darüber sind es dann schon Computermonitore, Spielkonsolen, Fernseher oder Netbooks. Nach der Etappe von 10.000 Euro geht es dann auch in 10.000er Schritten weiter.
Die Gewinnchancen richten sich nach der Höhe der Spenden. Dafür wurde extra eine Pixelseite wie die MillionDollarHomepage installiert und angepasst. Jedes Pixel kostet 0,10 Euro und das entspricht einem Los. die Pixel werden in Blöcken zu je 10×10 Pixel (entspricht 10,00 Euro) angeboten und sind 100 Tage aktiv. An einer Verlosung nehmen immer alle aktiven Pixel teil. Man kann also auch mehrmals gewinnen.
Alleine dieser Ansatz hat seinen Reiz. Aber das ist noch nicht alles.
Wie auch bei der MillionDollarHomepage und jedem andern MillionPixel Skript können die platzierten, zusammenhängenden Blöcke noch mit einem Link und einem Titel ergänzt werden. Was jedem Sponsor noch ein bisschen zusätzliche Werbung und User bringen sollte.
Im Gegenzug sollen dann die, oben genannten, Tools und Services besser gepflegt und auch erweitert werden. Und selbstredend kann man dann auch mit noch weiteren Ideen aus dieser Web 2.0 Schmiede rechnen.
Mit diesen Spenden sollte es möglich sein, die Dienste weiter zu entwickeln und weiterhin kostenlos anzubieten. Den Internetnutzern bleiben die Dienste erhalten, es kommen weitere Dienste hinzu und alles kann von jedem User weiterhin kostenlos und dann auch werbefrei genutzt werden.
Ja und als wenn das noch nicht genug wäre, werden auch noch die Webmaster bedacht. Jeder Seitenbetreiber, Forum-, Blogbesitzer kann auch ohne Spende gewinnen. Es reicht ein Link auf die Seite Sponsor and Win oder ein Artikel über Sponsor and Win.
Der Webmaster, dessen aktive Sponsoren die meisten Pixel gekauft haben, bekommt automatisch den gleichen Sachpreis, wie der Sponsor, der in der jeweiligen Etappe gewonnen hat. Unter den restlichen Webmastern wird dann noch ein weiterer Preis verlost. Der Preis richtet sich nach dem zweiten Gewinn, der unter den Sponsoren in der jeweiligen Etappe verlost wird. Entscheidend ist, mit welchem Referer der Sponsor auf http://sponsorandwin.com ankommt.
Alles in allem schätze ich die Idee - wenn auch nicht komplett neu - als äusserst interessant und machbar ein. Und wünsche dem Projekt auf jeden Fall den erhofften Erfolg! Und mir, ein Netbook
Okay, mit der Überschrift ist ja das meiste schon gesagt, und wahrscheinlich hätte eine Zeile in meinem nicht vorhandenen Twitteraccount auch ausgereicht….
Was mich an der Meldung fasziniert ist, dass Monty Python hier der Vorreiter war und Youtube gezeigt hat, wie mans richtig macht
Eröffnet hatten Sie die Kampagne mit den Worten:
“Wir wissen, wer ihr seid. Wir wissen, wo ihr wohnt und wir könnten Euch auf eine Art verfolgen, die zu schrecklich ist, um sie zu schildern“. (siehe: Heise und Golem).
Weiter war zu lesen: Da sie aber sehr nette Burschen seien, hätten sie einen besseren Weg gefunden, um Genugtuung zu finden: Auf YouTube betreiben sie nun einen eigenen Videokanal. Die dort eingestellten Clips seien von wesentlich besserer Qualität als der “Schrott”, den die YouTube-User dort bisher in den vergangenen Jahren eingestellt hätten.
Youtube hat das nun auch selbst in seinem Blog kurz zusammengefasst
und schreibt:
The past few months have demonstrated that great content on YouTube leads to increased sales. For example, when Monty Python launched their channel in November, not only did their YouTube videos shoot to the top of the most viewed lists, but their DVDs also quickly climbed to No. 2 on Amazon’s Movies & TV bestsellers list, with increased sales of 23,000 percent.
Frei übersetzt:
Die letzten paar Monate haben gezeigt, dass guter Content on Youtube den Umsatz steigern kann. So zum Beispiel als Monty Python im November letzten Jahres mit seinem Channel gestartet ist. Nicht ein video hat es in die charts der am meisten geklickten geschauten Videos. Aber ihre DVDs werden seit dem in den Bestsellerlisten “Movies & TV” von Amazon auf Platz 2 geführt mit einer 23 fachen Umsatzsteigerung.
Na das ist doch mal ein Wort. Von diesem Erfolg überzeugt, wurde gestern (21.01.2008) das click&buy Programm nun auch in Deutschland, den Niederlanden und Spanien eingeführt.
Okay, es wird vermutlich nicht jedes Video so ein Reisser wie die Videos von Monty Python. Aber Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist. Jedenfalls ist Youtube die wohl beliebteste Videoplattform (Alexa Rank 3) im Netz. Und die Betriebskosten sind sicherlich nicht ohne. Also Zeit für Google zumindest für einen absorbierten Dienst etwas zu tun.
Und damit es richtig rund wird, bietet Youtube nun auch (lt. techcrunch) für Content Partner die Möglichkeit, eigene Werbespots einzubinden. Das bedeutet, dass Unternehmen, die Videos veröffentlichen, können diese in Zukunft mit eigenen Werbeinhalten ergänzen. Auch das hört sich im Moment nach mehr an als es tatsächlich ist. Es soll sich hierbei um lediglich 4% aller eingestellten Videos.
weitere Quellen:
